Katastrophenvorsorge

Katastrophenvorsorge beginnt bei dir

Bei größeren Schadenslagen und Katastrophen helfen viele Organisationen Hand in Hand: das Deutsche Rotes Kreuz (DRK), die Feuerwehr, das Technisches Hilfswerk (THW) und weitere Hilfsorganisationen.

Unsere Einsatzkräfte sind rund um die Uhr für dich da. Trotzdem gilt: Bei großflächigen Ereignissen können wir nicht gleichzeitig überall sein.

Eine gute persönliche Vorsorge hilft dir, die Zeit bis zum Eintreffen von Hilfe sicher zu überbrücken. Du schützt damit dich und deine Familie – und entlastest gleichzeitig die Einsatzkräfte.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, so vorbereitet zu sein, dass du dich im Notfall mindestens 72 Stunden selbst versorgen kannst.

Warum Eigenvorsorge wichtig ist

Naturereignisse wie Hochwasser oder Stürme, längere Stromausfälle oder andere außergewöhnliche Lagen können dazu führen, dass:

  • Strom und Heizung ausfallen
  • Trinkwasser zeitweise nicht verfügbar ist
  • Straßen blockiert sind
  • Geschäfte geschlossen bleiben
  • Telefon- und Mobilfunknetze überlastet sind

Wenn du vorbereitet bist, bleibst du handlungsfähig und kannst ruhig reagieren.

Lebensmittel- und Wasservorrat

Ein Grundvorrat für mehrere Tage ist eine wichtige Basis.

Richtwert pro Person:

  • ca. 2 Liter Trinkwasser pro Tag
  • haltbare Lebensmittel wie:
    • Reis, Nudeln, Haferflocken
    • Konserven (Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte)
    • haltbare Milch
    • Knäckebrot
    • Nüsse
    • Fertiggerichte

Lege dir nur das auf Vorrat, was du auch sonst verwendest – und überprüfe regelmäßig die Haltbarkeit.

Medikamente und Hausapotheke

Zur Vorsorge gehört ebenfalls:

  • individuell benötigte Medikamente
  • Verbandmaterial
  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Desinfektionsmittel
  • Fieberthermometer

Wichtige Dokumente solltest du griffbereit und möglichst wassergeschützt aufbewahren.

Information ist entscheidend

In Krisensituationen sind verlässliche Informationen besonders wichtig.

Empfohlen werden:

  • ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio
  • Ersatzbatterien
  • Powerbanks für dein Mobiltelefon
  • gegebenenfalls PMR-Funkgeräte zur lokalen Kommunikation im Familien- oder Nachbarschaftskreis (sogenannter Welfare- oder Bürgernotfunk)

Offizielle Warnmeldungen erhältst du unter anderem über die Warn-App NINA des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie über Rundfunkdurchsagen über das Radio. Überprüfe die Funktionsfähigkeit deiner Technik regelmäßig!

Notgepäck für den Ernstfall

Falls du deine Wohnung kurzfristig verlassen musst (z. B. bei Hochwasser oder Brand), empfiehlt sich ein vorbereitetes Notgepäck mit:

  • Kleidung
  • Hygieneartikeln
  • Taschenlampe
  • Radio
  • wichtigen Dokumenten
  • etwas Bargeld

Vorsorge heißt Verantwortung übernehmen

Private Vorsorge ist kein Ausdruck von Sorge, sondern von Verantwortung.

Wenn du vorbereitet bist:

  • schützt du dich und deine Familie
  • bleibst du in Notlagen ruhiger
  • kannst du anderen helfen
  • unterstützt du die Arbeit der Hilfsorganisationen

Ausführliche Checklisten und Broschüren – insbesondere den „Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ – findest du auf der Website des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.